„Die Feierlichkeiten sind da, um an unsere geliebten Verstorbenen zu erinnern, uns zu freuen und Zeit miteinander zu verbringen.“
(Juan Carlos, 22, Berufsausbildung: Restaurant-Service)

Die mexikanischen Feierlichkeiten zum Tag der Toten sind weltweit bekannt. Auch für Sueniños hat das Fest eine wichtige Bedeutung. Der Ursprung dieser Tradition reicht zurück bis in die präkolumbischen Zeit in Mittelamerika als Fest zur Ehrung unserer Vorfahren und Verstorbenen.
In den letzten Jahren wird diese Tradition immer mehr vom keltischen Brauch „Halloween“ beeinflusst, der mit den ersten Iren in die Vereinigten Staaten von Amerika gebracht wurde und dort groß gefeiert wird. Aus diesem Grund ist es für uns besonders wichtig, die ursprüngliche, mexikanische Tradition zu stärken. Die Kinder und Jugendlichen sollen ihre eigene Geschichte kennen und lieben lernen, diese respektieren und mit Freude leben.

Die Festlichkeiten des „Día de los Muertos“ erstrecken sich über mehrere Tage. Die Vorbereitungen beginnen bereits einige Tage zuvor. Am 1. November feiert man das Fest zu Ehren der Heiligen, die ein vorbildhaftes Leben führten und zu Ehren der verstorbenen Kinder. Am 2. November steht das Fest zur Ehrung der Toten im Mittelpunkt. Man erwartet diese mit einem bunt geschmückten Altar. Denn man glaubt daran, dass die Verstorbenen nur an diesem einen Tag im Jahr den Weg zurück zur Erde finden. Sie werden abends im Kerzenschein mit Köstlichkeiten erwartet, die sie zu Lebzeiten besonders gerne hatten. Blumen in kräftigen gelb und orange Tönen, die bei uns unter Tagetes bekannt sind, werden am Altar platziert und zeigen symbolisch den Verstorbenen den Weg zurück zur Erde, der vom Sonnenlicht beleuchtet wird.

Am Freitagvormittag schmückten die TeilnehmerInnen aus den Berufsausbildungen den Altar.
Nachmittags fanden für die TeilnehmerInnen aller Sueniños-Kurse verschiedene Aktivitäten zum „Día de los Muertos“ statt:

  • Gesundheit: Die TeilnehmerInnen tauschten sich über die Bedeutung ihrer Vorfahren auf ihr Leben aus. Sie sprachen darüber, was sie von ihnen gelernt haben und welche Werte ihnen durch sie vermittelt wurden. Auf eine Wand aus Papier schrieben sie die Namen verstorbener Angehöriger und eine kurze Notiz oder ein Gedicht, das an sie erinnert. 
  • Kreativität: In einem weiteren Workshop gestalteten die TeilnehmerInnen bewegliche Skelette aus Papier, genannt „Calaveritas“. Anschließend präsentierten sie den anderen Kindern und Jugendlichen ihre Skelette und ließen diese vor einer schwarzen Wand tanzen.
  • Kultur: Gemeinsam sahen sie ein Video, das über die vier Orte der Toten aus der aztekischen Mythologie berichtete.
  • La Catrina: ist die Figur des Tages der Toten. Das Bild der Catrina des mexikanischen Künstlers José Guadalupe Posada zeigt den Tod, prächtig gekleidet und mit Federn am Hut.
  • Papel Picado: In einer weiteren Aktivität fertigten die TeilnehmerInnen selbst sogenanntes „Papel picado“ an, eine Dekoration aus Papier, die eine wichtige Rolle bei allen mexikanischen Festen spielt. Auf dem Papier in auffälligen Farben wird meist die Figur der Catrina dargestellt.

Es war ein buntes Fest, voller Emotionen und Liebe. Die TeilnehmerInnen teilten die Freude an ihrer Kultur und konnten durch die gemeinsamen Aktivitäten ihren Zusammenhalt stärken.

Mit unseren Aktivitäten fördern wir die Allgemeinen Rechte der Kinder und Jugendlichen in Mexiko – Día de los Muertos 2019: Link zum Allgemeinen Gesetz über die Rechte von Mädchen, Burschen und Jugendlichen, Mexiko: http://aularedim.net/book/ley-general-de-los-derechos-de-ninas-ninos-y-adolescentes/ (siehe Art. 19: Recht auf Identität; Art. 68: Recht auf Unterhaltung; Art. 71: Recht auf Beteiligung; und Art. 75: Recht auf Versammlungsfreiheit)

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